Richtig Pause machen als Pflegekraft

Verfasst von Laura Hörner. Veröffentlicht am 07.06.2021.

7 Tipps für deine perfekte Pause

Richtig Pause machen als Pflegekraft

Endlich Pause! Wenn du als Pflegekraft arbeitest, hast du nicht immer die Möglichkeit, deinen Tagesablauf perfekt zu planen. Sicherlich hast du es schon öfters erlebt, dass du dich gerade in deine Pause verabschieden wolltest und just in der Sekunde zu einem Patienten gerufen oder bei einem Notfall gebraucht wirst. Umso schöner ist es, wenn du dann doch mal Zeit für dich findest und dich ein wenig entspannen kannst, bevor es mit der Arbeit weitergeht. Damit du von deiner Pause richtig profitieren und das Beste aus deiner Auszeit machen kannst, haben wir die besten Tipps für mehr Entspannung für dich gesammelt.

Denke nicht an die Arbeit

Es ist schwer, aber: Deine Pause ist dafür da, dass du abschalten kannst – nicht dafür, dass du dich mit dem Kollegen über den Dienstplan unterhältst oder dich mit der Chefin über eine neue Bewohnerin austauschst. Achte deshalb darauf, dass du sowohl körperlich als auch gedanklich etwas Abstand von der Arbeit bekommst, denn nur so bist du nach der Pause wieder voll fokussiert bei der Sache. Wenn es nötig ist, dann nehme dafür ein wenig Abstand von deinen Kolleginnen und Kollegen oder wechsle bewusst das Thema, wenn sich die Gespräche nur um Bewohner oder Patienten drehen.

Der richtige Pausensnack: Iss dich fit!

Knurrt dir schon der Magen? Während in der Arbeitszeit meist keine ruhige Minute für einen Bissen von der selbstgemachten Brotzeit bleibt, hast du in der Pause die Möglichkeit, dich zu stärken. Achte dabei darauf, dich ausgewogen und gesund zu ernähren, denn was du isst, hat einen großen Einfluss auf deine Leistungsfähigkeit. Klar, ein Schokoriegel ab und an ist natürlich erlaubt und hebt an schlechten Tagen die Stimmung. Besser sind jedoch Obst und Gemüse, ein Müsli, Vollkornbrot oder nachhaltig sättigende Kohlehydrate wie Reis oder Kartoffeln. Und nicht vergessen: Immer viel Wasser trinken!

Ein bisschen Sport muss sein: Bleibe in Bewegung 

Wenn du nicht gerade in der Verwaltung arbeitest, bist du als Pflegekraft ständig auf den Beinen. Das ist anstrengend und deshalb wünschst du dir in der Pause vielleicht, dich endlich mal hinzusetzen. Bist du besonders müde oder erschöpft, dann ist das auch das Richtige. Wenn du noch etwas Energie hast, kannst du die Pause hingegen dafür nutzen, deinem Körper etwas Gutes zu tun und schädlichen Bewegungen während der Arbeit entgegenzuwirken – zum Beispiel mit gezielten Rücken- und Dehnübungen oder nach Möglichkeit sogar einer kurzen Yoga-Session. Auch eine kleine Runde an der frischen Luft kann den Kopf wieder frei machen. Höre auf deinen Körper und tue das, was dir guttut.
 

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Small Talk für ein besseres Teamgefühl

Die Pause ist die perfekte Gelegenheit, dich mit deinen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, Small Talk zu machen und gemeinsam zu lachen. So lernt ihr euch auch privat kennen und es entsteht ein besseres Gemeinschaftsgefühl bei euch im Team! Möchtest du jedoch ab und an oder sogar jedes Mal die Pause allein verbringen, weil du lieber deine Ruhe möchtest und etwas runterkommen willst, dann ist auch das in Ordnung. Erkläre es deinen Kollegen am besten genau so und sie werden sicherlich Verständnis haben!

Versuch's mal mit Power-Napping

Bei der Arbeit schlafen? Solange es in der Pause passiert, ist das sogar eine sehr gute Idee. Denn Power-Napping kann dir schnell Energie liefern, wenn du einen anstrengenden Tag hast. Natürlich bietet nicht jede Einrichtung die passenden Räumlichkeiten, um dich in deiner Pause aufs Ohr zu hauen. Sprich doch einmal mit deiner Vorgesetzten, ob es einen Ort gibt, an dem du ungestört ein paar Minuten schlafen kannst. Zur Not tut es auch das Auto. Idealerweise dauert ein Power-Nap rund 20 Minuten, wenn du dich danach richtig wach fühlen möchtest. Doch Achtung: Schläfst du länger, kann dein Nickerchen das genaue Gegenteil bewirken und du fühlst dich müde und geschwächt!
 

Idealerweise dauert ein Power-Nap rund 20 Minuten

Kurz statt lang: Lege kleine Pausen ein

Experten raten dazu, statt einer längeren Pause lieber mehrere kleine Pausen von fünf bis zehn Minuten auf den Tag verteilt einzulegen. Das lässt sich mit dem Pflegealltag nicht immer vereinbaren – nicht zuletzt, weil es von Kollegen oder Vorgesetzten als Faulheit oder Demotivation interpretiert werden könnte. Dennoch kannst du versuchen, die ein oder andere „Mini-Pause“ in deinen Arbeitsalltag einzubauen, und wenn du dich dafür auf die Toilette zurückziehen musst. Setze dich kurz hin, schließe deine Augen und versuche, dich ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Diese kleine Achtsamkeitsübung macht dich fokussierter und hilft bei der Konzentration. 

Tue etwas, das dir Freude macht

Deine Pause gehört dir: Du wirst für deine Pausenzeit nicht bezahlt und darfst deshalb frei über deine Zeit verfügen. Nutze sie deshalb für etwas, das dich glücklich macht. Vielleicht liest du das Kapitel des Romans fertig, das du gestern Abend im Bett nicht mehr geschafft hast? Oder du vereinbarst ein Telefonat mit deinem Partner, den du wegen des Schichtdienstes nicht mehr so oft siehst, wie du es möchtest? Mache das Beste aus deiner Pause und habe Spaß daran!


Haben unsere Tipps für die perfekte Pause dich inspiriert? Dann setze doch gleich mal den ein oder anderen in deiner nächsten Auszeit ein. Wenn deine Pause bisher eher weniger erholsam war, dann keine Sorge: Es dauert ein wenig, bis du alte Gewohnheiten ablegst und dafür neue Rituale umsetzen kannst. Nimm dir also Zeit und erzwinge nichts – früher oder später gewöhnst du dich an deine neue Pausenroutine!
 

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