Schloss Tannegg

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Über Schloss Tannegg

Willkommen auf Schloss Tannegg

Schloss Tannegg besteht seit 1995 als soziotherapeutische Langzeiteinrichtung für chronisch alkohol- und medikamentenabhängige Frauen und Männer jeden Alters. Es liegt auf einer Anhöhe über der Isar ungefähr fünf Kilometer von der Stadt Landau entfernt inmitten ausgedehnter Grün- und Gartenanlagen ohne viel Nachbarschaft.

Die Einrichtung setzt sich zusammen aus drei Teilen:

  • dem Haupthaus mit insgesamt 28 Plätzen in Einzel- und Doppelzimmern, die zum großen Teil über Nasszellen verfügen.

  • der Außenwohngruppe im Stadtgebiet von Landau mit sechs Plätzen in vier Einzel- und einem Doppelzimmer.

  • dem Ambulant Betreuten Wohnen mit vier Plätzen in einer Wohngemeinschaft und vier Plätzen im Einzelwohnen. Hier sorgen die Bewohner bei weniger intensiver Betreuung selbst für ihren Lebensunterhalt und wohnen in eigenständigen Mietverhältnissen.

Dieses differenzierte Angebot erlaubt es, mit einer Vielzahl von Betreuungsmöglichkeiten auf unterschiedliche persönliche Bedürfnisse einzugehen, um abhängigen Menschen auf ihren Wegen in eine zufriedene Abstinenz zu begleiten. Kostenträger des Aufenthaltes ist jeweils der überörtliche Sozialhilfeträger.

Grundlage unseres Konzeptes ist die weitgehende Verwirklichung der Prinzipien der Therapeutischen Gemeinschaft mit einem Höchstmaß an Selbsthilfe, Selbstkontrolle, Übernahme von Verantwortung und Förderung von Eigeninitiative. Dabei ist sicherzustellen, dass die Bewohner nicht überfordert werden und auf ihre individuellen Stärken, Fähigkeiten und ihr Leistungsvermögen Rücksicht genommen wird. Die Mitarbeiter übernehmen im Sinne einer zu stärkenden Eigenverantwortung der Bewohner stützende und motivierende Funktion. Als tagesstrukturierende Aufgaben werden alle Tätigkeiten zur Alltagsbewältigung der Gemeinschaft angeboten. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten, in Werkstätten oder im Garten- und Hauswirtschaftsbereich tätig zu werden. Mit ihrer ausgeprägten Handlungsorientierung bietet sich die Therapeutische Gemeinschaft gerade bei chronisch und zum Teil hirnorganisch beeinträchtigten Suchtkranken an. Zum einen wird ein weiteres Abgleiten in eine passive Versorgungshaltung verhindert. Zum anderen kann neues Selbstwertgefühl wachsen, wenn etwa handwerkliche und überschaubare Arbeiten von Bewohnern erfolgreich abgeschlossen werden können. Die persönliche Wertschätzung und Achtung jedes Bewohners steht dabei an oberster Stelle eines therapeutischen Prozesses, dessen Ziel eine ganzheitliche Stärkung und Förderung der Persönlichkeit unter besonderer Beachtung ihrer abhängig machenden Anteile ist. Ausgehend von Lebenssituationen, in denen sich die Bewohner nur allzu oft selbst als gescheitert und minderwertig erlebt haben, sollen sie ermutigt werden, wieder Vertrauen in eigene Fähigkeiten zu gewinnen und im Zusammenleben mit anderen auch wieder ein Sinn- und Wertesystem zu entwickeln. Zusammenfassend lässt sich der von uns angestrebte therapeutische Prozess als soziales Lernen in einem lebensnahen und realitätsorientierten Handlungsfeld bezeichnen, in dem der Grundsatz gilt: Soviel Hilfe wie nötig, sowenig Hilfe wie möglich.

Die Beschreibung wurde der Website von Schloss Tannegg entnommen.
Zuletzt geändert am 23/06/2022